
Joachim Fröhlich nimmt Stellung zum Artikel "Chemie-Einsatz gegen Unkraut" in der Geilenkirchener Zeitung vom 06.02.2010
Ratsfraktion

Joachim Fröhlich nimmt Stellung zum Artikel "Chemie-Einsatz gegen Unkraut" in der Geilenkirchener Zeitung vom 06.02.2010
Mir ist bekannt, ich war selbst an dem Verfahren beteiligt, dass das Unkrautvernichtungsmittel Roundup auf Beschluss des Rates zum Einsatz an öffentlichen Flächen wie z. B. Sportplätzen kommt. Da scheint es nur konsequent zu sein, dem Antrag der CDU zu folgen, und zugelassene und biologisch abbaubare Herbizide überall im Stadtgebiet einzusetzen, weil dann ja Kosten gespart werden und die Beschäftigten des Bauhofs leichtere Arbeit haben.
Dem steht entgegen, dass keiner, trotz Zulassung, sagen kann, ob derjenige, der diese Mittel einsetzt, gesundheitliche Schäden davonträgt. Keiner hat sofort beim Gebrauch Beschwerden, das wäre ja ein offensichtlicher Ablehnungsgrund. Nein, die Langzeitschäden sind unberechenbar und auch hier nicht auszuschließen. Das sollte allen bewusst sein, die den Einsatz genehmigen. Die Antragsteller schieben jetzt die Verantwortung für den Einsatz den Fachleuten des Bauhofs zu. Ich frage mich, was da für Fachleute beschäftigt sind, die beurteilen können, ob der Einsatz die Gesundheit gefährdet oder nicht.
Nein, die Verantwortung liegt wie immer bei denen, die den Beschluss gefasst haben, aus Kostengründen solche Mittel einzusetzen, die auf den ersten Blick ungefährlich sind, von denen man aber nicht weiß, ob sie nicht langfristig doch die Gesundheit der Mitarbeiter des Bauhofs und der Bevölkerung kosten.
In diesem Zusammenhang ist auch das Verhalten des Bürgermeisters unverständlich, der sich hinter der Aussage "wir werden uns der Meinung des Rates anschließen" versteckt, und damit so tut, als sei er für den Beschluss nicht mitverantwortlich, obwohl er doch sicher mit abgestimmt hat.
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